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Aktuell/Presseberichte
Lammguck
Das Frühlingserwachen im Odenwald - Über Feld und Flur -
Eine Wanderung zum Schäfer

VON RAINER KAFFENBERGER
Langenbrombach. Die Schäferei Bernd und Christel Keller aus Michelstadt-Rehbach und Thomas Löw vom Odenwald-Gasthaus „Zum Löwen“ aus Langenbrombach unternehmen mit dem Amt Ländlicher Raum, Veterinärwesen und Verbraucherschutz (Reichelsheim) im Rahmen der alljährlichen Veranstaltungsreihe „Über Feld und Flur“ eine Wanderung durch den frühlingshaften Odenwald. Mit dabei sind der Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald und der NABU Odenwaldkreis. Die Fachreferenten erläutern bei der Wanderung welche Pflegemaßnahmen an Feld, Wald und Wiese im Frühjahr durchgeführt werden und was die Tierwelt im Frühjahr macht
Highlight der Wanderung ist der Besuch der Schäferei Keller in Rehbach mit dem sog. „Lammguck“ - dem Besuch der neuen Lämmer dieses Frühjahrs. Schäfermeister Bernd Keller wird zahlreiche Informationen über die Schafthaltung, die Schafrassen und die Landschaftspflege geben. Dabei können die jungen Lämmer bestaunt werden, was sicherlich nicht nur für Erwachsene sondern auch für Kinder und Jugendliche ein Erlebnis sein wird. Weiterer Programmpunkt ist die Live-Vorführung der Schafschur, die in jedem Frühjahr auf dem Arbeitsplan eines Schäfers steht.
Nach einem deftigen Mittagessen vor Ort - serviert von Thomas Löw - dem Besitzer des Odenwald-Gasthauses „Zum Löwen“, geht die Wanderung weiter durch Feld, Wald und Flur. Interessierte erhalten nun Informationen über die Bäume und Sträucher und wie ein Imker seine Bienen auf das Frühjahr vorbereitet.
Die Wanderung endet am Ausgangspunkt im Odenwald-Gasthaus „Zum Löwen“ in Langenbrombach. Hier wird eine rustikale Schäferbrotzeit mit Kaffee und Kuchen serviert.
Termin: 18. März 2012
Uhrzeit: 10:00 Uhr bis ca. 16:00 Uhr
Treffpunkt: Odenwald-Gasthaus „Zum Löwen“ in Langenbrombach,
Zeller Straße 2
Weitere Informationen erhalten Interessierte im Internet unter www.odenwald-schaefer.de, www.odenwald-gasthaus-zum-loewen.de und unter Tel.: 06063 2485 oder 06061 71201,
E-Mail: bernd.keller@odenwald-schaefer.de
>> Infoflyer
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Einladung zum Novemberfest
Tag des offenen Gasthauses!

Sonntag, 6. November 2011
Odenwald-Gasthaus „Zum Löwen“ | Langenbrombach
Von 11:00 bis 17:00 Uhr
„Wo das Runde eckig ist und das Lamm zu Hause ist“.

Liebe Gäste,
ich lade Sie ein zum Novemberfest-
am Sonntag den 06. Novembervon 11 Uhr bis 17 Uhr.
Erkunden Sie Gastraum, den Veranstaltungssaal, den Biergarten und unsere Küche.
Lernen Sie mich und meine Koch-Philosophie kennen.
Sie erhalten Informationen rund um das Odenwälder Weidelamm und deren vielfältige Produkte.
Lernen Sie das Kochen mit Produkten aus der Region kennen.
Ich stelle Ihnen meine Lieferanten vor, u.a. den
Schäfermeister Bernd Keller aus Rehbach
u.v.m.
Ich freue mich auf Sie
Ihr
Thomas Löw
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Energie für den Odenwald - Schafe machen Werbung
Bernd Keller und seine Schwarzköpfigen Fleischschafe machen jetzt Werbung für die Energiegenossenschaft Odenwald

Werbung auf Großflächenplakate - gesehen in Fränkisch-Crumbach
Foto: Rainer Kaffenberger
Seit Sommer letzen Jahres produziert die Photovoltaikanlage der Energiegenossenschaft Odenwald eG auf dem Südhang der geschlossenen MZVO Deponie im Brombachtal Strom.
Mit 1,36 MW Leistung werden mehr als 1.3 Mio. kWh elektrische Energie in das öffentliche Netz eingespeist – ohne CO2 Emissionen. Die Deponie befindet sich seit ihrer Schließung in einem Setzungsprozess, der eingelagerte Müll befindet sich dabei unter einer mit Gras bewachsenen Abdeckung aus Erde. Dieses Gras stellte die Energiegenossenschaft zunächst vor ein Problem: Da die Photovoltaikmodule auf einer Ständerkonstruktion montiert sind, müsste das darunter wachsende Gras mühsam per Hand gemäht werden, was sehr aufwendig und teuer ist. Eine konstruktive Lösung musste gefunden werden.
Auf Initiative der von der Energiegenossenschaft beauftragten Landschaftsarchitektin Andrea Sliwka aus Büttelborn wurde Kontakt zum Schäfer Bernd Keller aus Rehbach hergestellt. Bei einer Begehung der Deponie Anfang März kamen alle Beteiligten überein, dass eine Beweidung mit Schafen möglich sei und eine nachhaltige Kombination mit der Energiegewinnung durch die Photovoltaikanlage eingehen würde. Dazu mussten allerdings einige Vorarbeiten geleistet werden. Die Verkabelung der Photovoltaikanlage musste so abgesichert werden, dass Schafe die Kabel nicht durch Verbiss beschädigen. Notwendig war auch die Installation von insgesamt 1750 m Zaun um die Fläche der Photovoltaikanlage. Durch die Auftragsvergabe an regionale Firmen und die konstruktive Mitarbeit des MZVO konnten diese Arbeiten schnell durchgeführt werden. Seit Mitte April befinden sich nun 30 Schafe der Rasse „Schwarzköpfiges Fleischschaf“ auf der Deponie. Ihr Einsatz hat sich seitdem bewährt, das Gras wird von ihnen in der gewünschten Länge gehalten und auf natürlichem Weg gedüngt. Ein schöner Nebeneffekt durch die Photovoltaikmodule stellte sich ein:
In den heißen Mittagsstunden können die Schafe unter den Photovoltaikmodulen Schutz vor der Sonne finden.
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Dankeschön!
Der Vorstand des Schäfervereins bedankt sich bei allen Besuchern des Schäfertages 2011 für den Besuch und würde sich freuen Sie auch im nächsten Jahr wieder begrüßen zu können.
Danken möchten wir auch allen Ausstellern die den Schäfertag mit ihren Ständen bereichert haben und Dank gilt auch noch allen Helferinnen, Helfern und Kuchenspendern, ohne die solch eine Veranstaltung nicht möglich wäre.
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Blök-Konzert macht Gottesdienst archaisch
Schäfertag: Neben dem Schauscheren erweisen sich in Beerfelden vor allem spinnende Frauen als Attraktion

Das hält warm: Ein wunderbar kuscheliges Schaffell präsentiert Christel Keller beim Schäfertag in Beerfelden. Foto: Heidemarie Canis
Beerfelden. Ein buntes Spektrum bot am Wochenende der 20. Schäfertag in der Professor-Walter-Hofmann-Halle in Beerfelden. Die Veranstaltung begann feierlich mit einem evangelisch Gottesdienst, den Pfarrer Armin Hammes hielt und Kantorin Iris Lohnes musikalisch begleitete. Umgeben von etwa 50 Schafen, die angeregt durch die Liedbeiträge ein vielstimmiges Blök-Konzert beisteuerten, wirkte dieser Gottesdienst schon archaisch.
Beim anschließenden Hallenrundgang konnten die Stände mit Schaffellen, Wurstsorten aus Schaffleisch in verschiedenen Geschmacksrichtungen, Obstbränden aus Äpfeln von Streuobstwiesen, die von Schafen kurz gehalten wurden, Speiseeis aus Ziegenmilch, Honig-Produkten, Schäfereibedarf, Wollerzeugnissen, Duft- und Seifenprodukten besucht werden. Der Stand des Naturschutzbunds informierte über die heimische Vogelwelt.
Als besondere Attraktion präsentierten sich fünf Frauen am Spinnrad. Drei von ihnen kamen aus Fränkisch-Crumbach und waren – in Lindenfelser Tracht gekleidet – stets umlagert, sie hatten viele Fragen der Zuschauer zu beantworten. An einer alten Rundstrickmaschine demonstrierte Jörg Sprang (Fränkisch-Crumbach), wie hübsche Schafwoll-Socken entstehen.
Natürlich wurde schon seit dem frühen Morgen reichhaltig für das leibliche Wohl der vielen Gäste gesorgt, Küchenmeister Thomas Löw aus Brombachtal stand selbst am Herd, und unter seiner Regie wurden viele schmackhafte Gerichte aus Schaffleisch hergestellt. Rolf Schäfer aus dem Beerfelder Stadtteil Falken-Gesäß, selbst Schäfer einer großen Herde, zeigte mit einer Schafschur-Vorführung, wie schnell ein Schaf seine Wolle verliert.
Der Initiator des 20. Beerfelder Schäfertages, Udo Wüstenhagen aus Hetzbach, hielt einen lehrreichen Vortrag über die einzelnen gezeigten Schaf-Rassen und ihren Nutzen, in diesem Jahr präsentierten zwölf Aussteller etwa 50 Schafe. Da gab es das Merinoschaf, das eigentliche Wollschaf, das Milchschaf, das in Norddeutschland gehalten wird, das Fleischschaf, das mit dem Rhönschaf gekreuzt wurde und sich nun mit den etwas kargeren Odenwaldböden zufrieden gibt, auch das kleinste Schaf, ein britisches, war vertreten. Natürlich war das Schäfchen Emma, das Flaschenschäfchen von Klaus Pollmann aus Hetzbach, wieder aller Liebling und Streichelobjekt der Kinder. Es hat sich, seit es auf dem Beerfelder Pferdemarkt als Baby gezeigt wurde, inzwischen tüchtig entwickelt.
Gut angenommen wurde der Schäfertag von der Bevölkerung, obwohl in Gammelsbach Kerwe gefeiert wurde und in Falken-Gesäß das Grill-Haxenfest stattfand. So konnten die Veranstalter am Ende des Tages zufrieden zurückblicken.
Der Vorsitzende des Schäfervereins Odenwaldkreis, Harald Brandel, hatte unter den Gästen Landrat Dietrich Kübler sowie dessen Vorgänger Horst Schnur sowie den Beerfelder Bürgermeister Gottfried Görig begrüßt. Auch viele Mitglieder des Schäfervereins und Naturfreunde waren dabei.
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20. Odenwälder Schäfertag
Mehr Aussteller, mehr Besucher und ein tolles
Rahmenprogramm ...
... beim 20. Odenwälder Schäfertag in Beerfelden.

>> hier die Impressionen
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Schäfermeisterprüfung erfolgreich abgelegt
Schäfermeister Bernd Keller aus Michelstadt-Rehbach ist Prüfungsbester

Die 3 Prüfungsbesten: Martin Wuttge, Krummhörn/Ostfriesland
(3.), Bernd Keller, Michelstadt/Odenwald (1.) und Jan Pieper, Diemelstadt/Hessen (2.) v.l.n.r.
Bad Kreuznach. Nach fast 10 jähriger Pause hat die Landwirt-schaftskammer Rheinland-Pfalz in Zusammenarbeit mit der Lehr- und Versuchsanstalt für Viehhaltung, Hofgut Neumühle wieder einen Vorbereitungslehrgang zur Meisterprüfung Tierwirt-Schäferei durchgeführt. 19 Teilnehmer aus sechs Bundesländern haben jetzt nach eineinhalbjähriger Vorbereitungszeit ihre Meisterprüfung im Beruf Tierwirt mit Schwerpunkt Schäferei abgeschlossen.
Mit den vier inhaltlichen Komponenten Fachpraxis, Fachtheorie, Betriebswirtschaft und Mitarbeiterführung umfasst die Meisterprüfung schriftliche, praktische und mündliche Prüfungsteile sowie eine Hausarbeit. Neben der berufstypischen Fachpraxis wie Schlachten, Scheren und Hüten war das Thema Betriebswirtschaft für die Mehrzahl der Teilnehmer nicht nur neu, sondern von besonderem Interesse. Im Rahmen der Hausarbeit galt es, den eigenen Betrieb vorzustellen, nach Schwachstellen zu suchen und Verbesserungsvorschläge hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit zu erarbeiten. Schließlich musste im Teil Berufsbildung und Mitarbeiterführung neben vielfältigen Kenntnissen die Unterweisung eines Auszubildenden unter Beweis gestellt werden.
Erfreulich war nicht nur das überdurchschnittliche Abschneiden aller Kandidaten, die überwiegend eine Tierwirtausbildung absolviert hatten und eine eigene Schäferei betreiben. Besonders erfreulich war das Ergebnis von Bernd Keller aus dem hessischen Michelstadt, der als Prüfungsbester die Meisterprüfung abschloss.
Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses zur Abnahme der Meisterprüfung Werner Neumann, Neuwied, gratulierte allen Teilnehmern." Gerade in der heutigen Zeit ist es besonders wichtig," so Neumann, "auch im praktischen Schäfereibetrieb die Aus- und Weiterbildung nicht zu vernachlässigen. Nur Fachleute mit der entsprechenden Qualifikation werden sich im zukünftigen Berufsleben durchsetzen und erfolgreich wirtschaften". Neumann appellierte an die frischgebackenen Tierwirtschaftsmeister, die in der Meisterprüfung gewonnenen Kenntnisse, Fertigkeiten und Erfahrungen umzusetzen und in die Ausbildung des Nachwuchses zu investieren.
Mit einer gebührenden Feier und dem Dank der Teilnehmer an alle Lehrkräfte und Prüfungsausschussmitglieder endete nicht nur ein harmonischer Vorbereitungslehrgang, sondern auch eine erfolgreiche, überdurchschnittliche Meisterprüfung. Die Meisterbriefe wurden im Rahmen der zentralen Meisterfeier der Grünen Berufe am 26. August 2011 im Kurhaus Bad Kreuznach überreicht.
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Von Kristen Sundermann
Wolltier ist nicht gleich Wolltier
Landschaftspflege: Der Odenwald und seine Bewohner haben dem vielseitigen Haustier viel zu verdanken

Eingespieltes Team: Bernd Keller betreut mit seinen
Border-Collies Eddie, El Rey und Fynn die Schafe auf der
Weide. Foto: Kirsten Sundermann
ODENWALDKREIS. Schäfer übernehmen nicht nur im Odenwaldkreis eine wichtige Aufgabe. Ihre Tiere halten den Bewuchs kurz und so manche schwierige Fläche für einen freien Blick offen. Auch darüber informieren die Halter der wolligen Tiere bei ihrem Schäfertag am Sonntag (4.) in Beerfelden.
Was wäre der Odenwald ohne seine Schafe? Auf jeden Fall mehr Wald. Doch wo Wald ist, kann kein freier Ausblick sein. Mühevoll erklommene Höhen wären optisch langweilig, und die Bächlein im Tal wären ohne die sie umgebenden Blumenwiesen mit ihren schaukelnden Schmetterlingen und summenden Insekten nur halb so idyllisch. Aber glücklicherweise gibt es die Schafe ja.
Etwa dreitausend Mutterschafe werden im Odenwaldkreis gehalten, schätzt Harald Brandel, Vorsitzender des Odenwälder Schäfervereins, der die Interessen von rund 130 Mitgliedern vertritt. Die meisten
betreiben die Schafzucht als Hobby oder als wirtschaftliches Zubrot. Denn das Schaf lässt sich in vielerlei Hinsicht vermarkten.
Am ertragreichsten ist das Fleisch. Wenn auch hierzulande wesentlich weniger Lamm gegessen wird als im Mittelmeerraum, so nimmt der Pro-Kopf-Verbrauch doch langsam zu. Schließlich ist Lammfleisch zart, bekömmlich und enthält viele Vitamine, Mineralstoffe und Eiweiß. Fast
ausschließlich angeboten wird Lammfleisch“ von Tieren, die noch kein Jahr alt sind. Milchlämmer sind mindestens acht Wochen alt, aber nicht älter als sechs Monate. Sie haben noch kein Grünfutter bekommen, und ihr Fleisch ist besonders hell. Altschafe werden in der Regel zu Hartwurst und Schinken verarbeitet.
Auch Schafwolle ist seit einiger Zeit wirtschaftlich wieder interessant, nachdem der Preis für Rohwolle jahrelang im Keller war. Bei der Schur eines Lammes fallen etwa 1,5 Kilogramm Wolle an; erwachsene Tiere bringen es auf drei bis vier Kilogramm. Die Wolle wird zu einer Sammelstelle des Odenwälder Schäfervereins gebracht, dort einmal pro Jahr abgeholt und weiter verkauft. Am besten bezahlt – mit derzeit 1,30 Euro je Kilo – wird Merinowolle. Schafwolle kann aufbereitet und zu wärmenden Artikeln verarbeitet werden. Oft findet sie auch
als Rohwolle Verwendung. Bei der Dämmung von Gebäuden ebenso wie in Form von rein biologischen, sich selbst abbauenden Gewebematten, die über neu angelegte Böschungen als Erosionsschutz ausgebreitet werden.
Dass in der Schafwolle wertvolle Mineralien stecken, zum Beispiel viel Stickstoff, Kalium und Schwefel, macht sich auch der Gartenbau zunutze. Unbehandelte Schafwolle wird zu Pellets gepresst und diese im Garten zur Bodenlockerung und als natürlicher Depot-Dünger
ausgebracht. Darüber hinaus sind gegerbte Felle vom Schaf oder Lamm weiterhin begehrt, und Menschen mit Laktoseunverträglichkeit schwören auf Milch vom Schaf. Auch den beliebten Schafskäse wissen einige Odenwälder Schäfersfrauen herzustellen, tun dies aber vorwiegend für den Hausgebrauch.
Und dann wird das Schaf noch im Vertrags-Naturschutz eingesetzt. Etwa zweitausend der insgesamt elftausend Hektar Grünland im Odenwaldkreis sind wegen der steilen Hänge oder der feuchten Talgründe als „Ungunstlagen“ eingestuft. Landwirte und Schäfer, die sich die Mühe machen, sie dennoch zu pflegen und abweiden zu lassen, erhalten ein Leistungsentgelt für den zusätzlichen Arbeits-aufwand von rund 250 Euro pro Hektar und Jahr. „Ein durchaus verdientes Zubrot“, findet Andreas Stachowiak von der Abteilung
Landschaftspflege und Naturschutz beim Amt für den Ländlichen Raum, Veterinärwesen und Verbraucherschutz (LRVV). Er weiß, dass die Tiere, die vor allem in den steilen Tälern im südlichen Odenwald (Gammelsbach, Itterbach oder Finkenbach), aber auch auf den nassen
Wiesen des Naturschutzgebiets am Eutergrund weiden, keine Chance haben, dabei richtig rund und fett zu werden. Schließlich dürfen auf diesen Vertragsflächen keine Düngergaben ausgebracht werden. Dank des Projekts bleiben jedoch wertvolle Lebensräume für selten
gewordene Pflanzen, Insekten und Vögel erhalten. Etwa jeder zweite der insgesamt 600 Odenwälder Landwirte macht bei dem Programm mit, auch rund 40 Schäfer.
Gefragt ist Schaf-Power, wo andere Landschaftspflegemaßnahmen nicht möglich sind oder zu teuer kämen: die Wiesen rund um die großen Photovoltaikanlagen. Die Energiegenossenschaft Odenwald hat mit lokalen Schäfern in Beerfelden und Kirchbrombach daher entsprechende
Pflegevereinbarungen getroffen.
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Qualitätsprodukte aus der Region
Marketingoffensive: Schäferverein Odenwaldkreis e.V. präsentiert sich mit neuer Internetplattform und Broschüre - Informationen zum Thema Lamm, Schaf und deren Produkten
Odenwaldkreis. Der Schäferverein Odenwaldkreis - seit Jahrzehnten wichtiger Anbieter regionaler Produkte und verlässlicher Partner bei der Pflege der Odenwälder Kulturlandschaft - verstärkt seine Marketingaktivitäten im Internet und in Form einer umfassenden Informationsbroschüre für den Verkauf seiner Produkte.
So präsentieren sich die Odenwälder Schäfer im Internet mit einem neuen Webauftritt unter www.schaeferverein-odenwaldkreis.de und stellen dabei ihre Produkte rund um das Lamm und Schaf vor, informieren über die Qualitätsstandards, die Haltung der Schafe und bieten allerlei Informationen zu den jeweiligen Rassen. Interessierte erhalten auch Informationen über die neue Qualitätsmarke Regionalmarke Odenwald „Echt Odenwald“ und dessen Qualitäts-standards. Verlinkungen führen zu den Kooperationspartner den Odenwaldgasthäuser und zum Informations- und Buchungsportal www.odenwald.de.
Produktportfolio
Dass Schafe nicht nur Rasenmäher sind, zeigt auch das Produkt-portfolio im Internet und in der neuen 16-seitigen Broschüre. Schafe sind Dämmstoffhersteller, Fleisch- und Milchlieferant, Wolle-Produzent Landschaftspfleger, Käseerzeuger, Musikinstrumentenbauer, u.v.m.. Die Fleisch- und Wurstspezialitäten von Odenwälder Weidelämmern, sind heute die Haupteinnahme der Schäfer. Die kulinarischen Angebote zum Thema Lammfleisch sind in der Region Odenwald vielfältig.
So zeigt eine Übersichtskarte und eine Liste die Bezugsquellen für die jeweiligen Lamm- und Schafprodukte sowie die Fleisch- und Wurstspezialitäten von Odenwälder Weidelämmern. Damit sind aber die Themen der Schäfer noch lange nicht abgedeckt. Informieren sie doch auf ihren Internetseiten und in der neuen Broschüre über die Förderung der extensiven Grünlandnutzung durch Schafe im Odenwaldkreis, Nutzung und Pflege der Natur, sowie die Erhaltung des Landschafts-bildes und der Artenvielfalt im Odenwald. Schwerpunkt des Vereins ist die Förderung und regionale Vermarktung tierischer Produkte aus extensiver und artgerechter Haltung in der Region sowie die Erhaltung alter und gefährdeter Schafsrassen. Die Broschüre kann beim Schäferverein bestellt werden und steht auch im Internet unter www.schaeferverein-odenwaldkreis.de zum Download bereit.
Ein Tag beim Schäfer
Wer den Odenwälder Schäfern einmal bei der Arbeit über die Schulter schauen möchte, zum Beispiel beim Weide abstecken, bei der Schafschur, beim Klauen schneiden oder auch beim Umtreiben von einer Koppel zur anderen, dann sollten Interessierte sich im Internet unter www.schaeferverein-odenwaldkreis.de einfach anmelden.
20. Odenwälder Schäfertag in Beerfelden
Wer die Mitglieder des Schäfervereins Odenwaldkreis live erleben möchte, hat dazu am 4. September 2011 in Beerfelden in der Prof. Walther-Hofmann-Halle beim 20. Odenwälder Schäfertag von 10:00 bis 18:00 Uhr die Möglichkeit dazu. Hierzu gibt es ein umfassendes Rahmenprogramm. Nähere Informationen gibt es im Internet unter www.schaeferverein-odenwaldkreis.de
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20. Odenwälder Schäfertag in Beerfelden
Bereits zum 20. Mal findet in diesem Jahr am 4. September
der Odenwälder Schäfertag statt.
Nachdem er anfangs in Erbach veranstaltet wurde, hat der Besuchermagnet mittlerweile in Beerfelden sein neues Zuhause gefunden. Hier erwartet die großen und kleinen Gäste am 4. September in der Professor-Walter-Hofmann-Halle und auf dem Marktgelände in Beerfelden ein abwechslungsreiches, informatives und spannendes Programm. Dieses haben wie in jedem Jahr die Mitglieder des Schäfervereins Odenwaldkreis e.V. liebevoll und mit großem Engagement für alle Besucher zusammengestellt.
>> weiter zur Infoseite
>> hier der Info-Flyer

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18. Odenwälder Lammwochen
18. Juni - 03. Juli 2011
Wenn im Frühjahr die ersten Lämmer fröhlich auf den von Schnee und Eis befreiten Weiden herumspringen, ist das für viele Menschen ein Symbol für das Ende des Winters und den Beginn der warmen Jahreszeit.
Lammfleisch ist nicht nur eine kulinarische Köstlichkeit sondern auch gesund. Davon können Sie sich während der Odenwälder Lammwochen selbst überzeugen.
Die 18. Odenwälder Lammwochen starten mit einer feierlichen Eröffnungsgala. Ende Juni/Anfang Juli werden dann in etwa 30 Gastronomiebetrieben mindestens 3 herzhafte Gerichte rund um das Odenwälder Lamm angeboten. Das Lammfleisch kommt aus dem Odenwald von Odenwälder Schäfern. Sie können sich sicher sein, ein gutes regionales Produkt auf Ihrem Teller zu haben.
Begleitet werden die Odenwälder Lammwochen von der Odenwälder Kartoffelkönigin Barbara I. und ihrer Prinzessin Melissa I.. Beiden können Sie während der Odenwälder Lammwochen in den teilnehmenden Betrieben begegnen.
Die kostenlose Informationsbroschüre zu den Odenwälder Lammwochen ist ab Januar 2011 bei der Odenwald Tourismus GmbH erhältlich.
Eintrittskarten für den Eröffnungsabend der Odenwälder Lammwochen 2011 erhalten Sie ebenfalls bei der Odenwald Tourismus GmbH in Michelstadt.
>> weiter zu den Lammwochen
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06.05.2011
Für Odenwälder Solaranlage
arbeiten Schafe
Tiere und Technik: Energiegenossenschaft Odenwald setzt
Herde in ihrer Anlage auf der geschlossenen Mülldeponie ein

Vor den vierbeinigen Rasenmähern der Rasse „Schwarzköpfiges Fleischschaf“ an und unter der Photovoltaikanlage der Energiegenossenschaft Odenwald auf der geschlossenen Deponie des Müllabfuhrzweckverbands Odenwald in Langenbrombach posieren (von links) Deponieingenieur Matthias Müller von der Firma Krimmelbein Ingenieure AG, der Schäfer Bernd Keller, Deponieingenieurin Helena Pribila vom MZVO, MZVO-Verbandsvorsteher Günter Verst, Annette Hartmann-Ihrig und Christian Breunig vom Vorstand der Energiegenossenschaft sowie Landschaftsarchitektin Andrea Sliwka. Foto: Energiegenossenschaft Odenwald
Langen-Brombach. Vor den vierbeinigen Rasenmähern der Rasse „Schwarzköpfiges Fleischschaf“ an und unter der Photovoltaikanlage der Energiegenossenschaft Odenwald auf der geschlossenen Deponie des Müllabfuhrzweckverbands Odenwald in Langenbrombach posieren (von links) Deponieingenieur Matthias Müller von der Firma Krimmelbein Ingenieure AG, der Schäfer Bernd Keller, Deponieingenieurin Helena Pribila vom MZVO, MZVO-Verbandsvorsteher Günter Verst, Annette Hartmann-Ihrig und Christian Breunig vom Vorstand der Energiegenossenschaft sowie Landschaftsarchitektin Andrea Sliwka. Foto: Energiegenossenschaft Odenwald
Die Photovoltaikanlage der Energiegenossenschaft Odenwald auf dem Südhang der geschlossenen Deponie des Müllabfuhrzweckverbands Odenwald (MZVO) in Langenbrombach produziert seit Sommer vorigen Jahres Strom. Mit 1,36 Megawatt Leistung werden laut Energie-genossenschaft mehr als 1,3 Millionen Kilowattstunden (kWh) elektrische Energie in das öffentliche Netz eingespeist – ohne CO2 -Emissionen.
Die Deponie befindet sich seit ihrer Schließung in einem Setzungsprozess, der eingelagerte Müll ist mit Gras bewachsener Erde abgedeckt. Dieses Gras stellte die Energiegenossenschaft zunächst vor ein Problem: Da die Photovoltaikmodule auf einer Ständerkonstruktion montiert sind, müsste das darunter wachsende Gras per Hand gemäht werden, was sehr aufwendig und teuer ist.
Eine konstruktive Lösung musste gefunden werden. Auf Initiative der von der Energiegenossenschaft beauftragten Landschaftsarchitektin Andrea Sliwka (Büttelborn) wurde Kontakt zum Rehbacher Schäfer Bernd Keller hergestellt. Bei einer Begehung der Deponie Anfang März hielten alle Beteiligten eine Beweidung mit Schafen für möglich. Sie erwarteten eine nachhaltige Kombination mit der Energiegewinnung durch die Photovoltaikanlage.
Dazu mussten allerdings einige Vorarbeiten geleistet werden, heißt es in der Pressemitteilung. Die Verkabelung der Photovoltaikanlage musste so abgesichert werden, dass Schafe die Kabel nicht beschädigen. Notwendig war auch die Installation von insgesamt 1750 Meter Zaun um die Fläche der Photovoltaikanlage. Durch die Auftragsvergabe an regionale Firmen und die konstruktive Mitarbeit des MZVO konnten diese Arbeiten schnell ausgeführt werden.
Seit Mitte April befinden sich nun dreißig Schafe der Rasse „Schwarzköpfiges Fleischschaf“ auf der Deponie. Ihr Einsatz hat sich seitdem bewährt, das Gras wird von ihnen in der gewünschten Länge gehalten und auf natürlichem Weg gedüngt.
Und die Tiere ziehen ihren Nutzen aus den Photovoltaikmodulen: In den heißen Mittagsstunden finden die Schafe darunter Schutz vor der Sonne.
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01.08.2010
Alles dreht sich um die Wolltiere
Schäferfest: Züchter und ihre Dachorganisation nehmen Stalleinweihung zum Anlass für vielbeachtete Präsentation

Seltener Anblick: Das Scheren von Schafen konnte beim Schäferfest in Rehbach beobachtet werden.
Die Einweihung ihres neuen Stalles in der Rehbacher Gemarkung zwischen Russeneiche und der früheren ESA-Station verbanden die Eheleute Bernd und Christel Keller, die sich seit zwölf Jahren neben-beruflich der Schafzucht widmen, mit einem Schäferfest, das am Sonntag enormen Zuspruch fand. Besucher kamen nicht nur aus dem Odenwaldkreis, sondern auch aus benachbarten Regionen - manche von weit her. Um ihnen lange Wege von den Autos zum Festgelände zu ersparen, hatte die Rehbacher Feuerwehr einen Zubringerdienst per Kleinbus organisiert.
Ein Mann war aus Neustadt/Weinstraße angereist, andere kamen aus dem Schwarzwald oder von der schwäbischen Alb und aus Unter-franken, der Großteil natürlich aus dem Odenwaldkreis und den benachbarten Kreisen, darunter viele Familien mit Kindern. Andere Neugierige aus den umliegenden Ortschaften erreichten zu Fuß den neuen Schafstall. Das Interesse galt den wolligen Tieren und allem, was mit deren Haltung und Vermarktung zusammenhängt, wie das ECHO auf Nachfrage erfahren hat. Die Schafe grasten derweil friedlich auf der angrenzenden Weide.
Udo Wüstenhagen vom Odenwälder Schäferverein stellte die Rassen vor, die in Rehbach zu sehen waren. Ebenso ging er auf die Schafzucht in der Region ein, die mittlerweile ein wichtiger Eckpfeiler in der Landschaftspflege ist. Die Vielzahl der Fragen, die er zu beantworten hatte, belegte das Interesse an der Schafzucht.
Wie Harald Brandel, Vorsitzender des Odenwälder Schäfervereins, ergänzte, ist Wüstenhagen derzeit der einzige Schäfermeister im Odenwaldkreis. Brandel erwähnte die vielen Hürden, die zu nehmen waren beim Genehmigungsverfahren zum Bau des großen Stallgebäudes inmitten der Landschaft. Der frühere Landrat Horst Schnur und sein Nachfolger Dietrich Kübler hätten sich dafür stark gemacht, dass der Plan der Eheleute Keller verwirklicht werden konnte, betonte Brandel.
Wie Keller sagte, ist das Gebäude gerade rechtzeitig vor Beginn des Winters 2009/2010 fertig geworden und hat seinen über 100 Schafen als Unterstand gedient. Die Milchschafe werden in erster Linie wegen ihres Fleisches und zur Käsezubereitung gehalten. Sie sind zwar auch in der kalten Jahreszeit auf der Weide, wenn es die Witterung zulässt, aber gerade der zurückliegende lange Winter habe gezeigt, wie wichtig ein solcher Stall sei. ,,Ich war begeistert, als ich die vielen Menschen sah, die zu dem Fest gekommen sind", sagte Landrat Dietrich Kübler. Dies zeige einmal mehr, mit welchen Initiativen man im Odenwaldkreis punkten kann, lobte er die Idee der Familie Keller. Ebenso hob er die Mithilfe der Rehbacher Feuerwehr, des Sportvereins und anderer Gruppierungen aus dem Ort bei der Organisation und dem Ablauf des Fests hervor. Das ganze Dorf war involviert, sagte Kübler.
Beeindruckt von dem, was hier auf die Beine gestellt worden ist, zeigte sich auch der Michelstädter Bürgermeister Stephan Kelbert. ,,Die Kellers haben verstanden, dass ohne Eigeninitiative in der heutigen Zeit kaum mehr etwas geht." Es gelte, den Spagat zu verwirklichen, auf der einen Seite neues Gewerbe anzusiedeln, um Arbeitsplätze zu schaffen, aber auf der anderen Seite auch die Lebensqualität der Region zu erhalten, so Kelbert. Der Michelstädter Stadt-verordnetenvorsteher Dieter Müller, der Rehbacher Ortsvorsteher Uwe Gertig und Kreisland-wirt Peter Hofferberth lobten den Mut und die Idee der Kellers für diese Investition. Laut Gertig, wird der Reinerlös, den die Feuerwehr und der SV Rehbach bei der Bewirtung erzielen, für die Einrichtung des Dorfgemeinschaftshauses verwendet. Mit Gottes Segen, den der Rehbacher Diakon Gerald Jaksche spendete, endete die offizielle Einweihungszeremonie. Sie hatte mit einem Schäferlied des Gesangvereins Rehbach begonnen.
Welche wichtige Rolle ein ausgebildeter und abgerichteter Border-Collie beim Hüten der Schafe spielen kann, demonstrierte die Schäferin Ulrike Hasenmaier-Reimer aus Gailbach in Baden-Württemberg mit einer Gruppe von Schwarzkopfschafen. Wie Schafe geschoren werden, war ebenfalls zu sehen. Daneben wurden an Ständen Lammfelle und handgemachte Schafmilchseife angeboten, es schnurrte ein Spinnrad, und es gab weitere landwirtschaftliche Produkte zu kaufen. Die Rolle der Bienen als Blütenbestäuber und Honiggeber war ebenfalls thematisiert.
Der Nabu Odenwaldkreis gab mit einer Ausstellung Anregungen zum Schutz der Tier- und Vogelwelt, und der Geopark Bergstraße-Odenwald, der ebenso wie das ARL in Reichelsheim den Kellers bei der Organisation der Veranstaltung zur Seite stand, informierte über seine Initiativen und lud zum Wollefilzen ein. Es gab Planwagenfahrten, und die Kinder konnten Ponys reiten. Die Bewirtung der zahlreichen Gäste mit Speisen - vornehmlich vom Lamm - übernahm ein Langen-brombacher Gasthaus. Zur Mittagszeit bildeten sich denn auch lange Schlangen vor der Essensausgabe.
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Bei den 17.Odenwälder Lammwochen
„wie im Schlaraffenland“
Festlicher Abend in Rimbach: Gastronomische Aktion mit Majestäten
und Musik gestartet – Schäfer und kreative Köche im Einklang

Mit einem Stelldichein regionaler und überregionaler Prominenz sind am 08. April 2010 im Odenwald-Gasthaus „Zum Kreiswald“ in Rimbach die 17. Odenwälder Lammwochen eröffnet worden. Die Köche ließen sich dabei gern auf die Finger schauen wie hier von einigen königlichen Hoheiten und (in der Bildmitte von links) dem Ersten Beigeordneten des Odenwaldkreises Detlev Blitz, dem Bergsträßer Landrat Matthias Wilkes und dem Regierungspräsidenten Johannes Baron.
Mit einem Primasecco von der Bergsträßer Winzer eG mit Kreiswälder Quittenlikör, begleitet von milder Abendtemperatur auf der Terrasse des Odenwald-Gasthauses „Zum Kreiswald“ in Rimbach, startete am 08. April 2010 die offizielle Eröffnung der 17. Odenwälder Lammwochen. Mit vielen königlichen Hoheiten – landesweit als Repräsentantinnen für die Vermarktung so unterschiedlicher Produkte wie Kartoffeln, Äpfel, Milch und Wein unterwegs – kamen rund 60 Leistungsträger des regionalen und überregionalen öffentlichen Lebens zusammen, um „den Odenwald zu genießen“, wie es der Standort-Bürgermeister Hans-Jürgen Pfeifer auf den Punkt brachte. Da hatte er schon die Worte des Regierungspräsidenten Johannes Baron gehört, der mit lockerem Lächeln bekundete, gern in den Odenwald zu kommen, wo er sich mitunter „wie im Schlaraffenland“ fühle.
Barons dickes Lob galt der gastronomischen Gemein-samkeit, die das Fundament des Erfolges für Aktionen wie die Lammwochen oder (alljährlich im Herbst) die Kartoffelwochen bildet. „Sie nutzen den Odenwald als verbindenden Begriff“, sagte der RP, und sah dies als vorbildhaft für vergleichbare Regionen mit mehreren nah’ beeinander liegenden Landkreisen, die solche Wege (noch) nicht gehen. Für die Gastronomen selbst sprach der Vorsitzende des Hotel- und Gaststättenverbandes Armin Treusch, der die Kreativität der Küchenmeister als das entscheidende Erfolgs-Element unterstrich. Zur Speisenfolge des vom „Guggugg“ aus Reinheim-Spachbrücken (Jürgen Poth) musikalisch im singenden Wechsel zwischen Dialekt und Hochdeutsch untermalten Gala-Abends merkte Treusch an, die Köche hätten sich vor allem von jenen Prominenten-Rezepten inspirieren lassen, die in der von der freien Journalistin Martina Emmerich gestalteten Informantionsbroschüre festgehalten sind.
Das Programm eröffnet hatte der Erste Beigeordnete des Odenwaldkreises Detlev Blitz in Vertretung des auf Dienstreise befindlichen Landrats Dietrich Kübler. Über den Willkommensgruß an den „hier in Rimbach zuständigen Landrat“ Matthias Wilkes vergaß er nicht, jenen Mann zu würdigen, ohne den es weder Kartoffel- noch Lammwochen gäbe – Horst Schnur, Landrat des Odenwaldkreises von 1991 bis 2009. Diese Aktionen hätten sich zu bleibenden Beispielen dafür entwickelt, wie aus anfangs fast mit Argwohn betrachteten Ideen nachhaltig wirkende Taten gedeihen. Sie kommen längst auch den Odenwälder Schäfern zugute, wie deren Vorsitzender Harald Brandel bestätigte.
Matthias Wilkes nutzte die Gruß-Gelegenheit zu einer umfassenden Werbung für den mittlerweile auf nicht weniger als 125 Kilometer Länge gewachsenen Wanderweg „Nibelungensteig“ und den Unesco-Geopark Bergstraße-Odenwald und sparte nicht mit Anerkennung für den Treffpunkt der Lammwochen-Eröffnung 2010, den er als „Flaggschiff“ für die heimische Gastronomie hervorhob. Die Frage danach, was das Besondere am Odenwälder Lamm sei, wusste der zweite Vorsitzende des Schäfervereins Odenwaldkreis, Bernd Keller, mit klugen Worten zu beantworten. Selbst Armin Treusch staunte über Kellers Anmerkungen zur Natur der Schafe und zur Esskultur als einem sinnlichen Erlebnis. Nochmals an die Gäste gewandt sagte der Gastronom: „Sie sehen wie wichtig es ist, solche Aspekte in die Öffentlichkeit zu bringen“.
Kurze Ausführungen seitens der Odenwälder „Slow-Food“-Organisation durch Horst Avemarie – „Wir wollen wissen, wo unsere Lebensmittel herkommen, wir wollen sie gut, sauber und zu einem fairen Preis“ – ergänzten die Reihe der informativen Beiträge ebenso wie die Vorstellung der Majestäten durch die Odenwälder Kartoffelkönigin Barbara I. Sie rief den ehemaligen Odenwälder Landrat als „den Spezialisten für königliche Hoheiten“ zu Hilfe, und Horst Schnur ließ sich nicht zweimal bitten, die begehrte Interview-Runde zu moderieren. Anrührend für alle verabschiedete sich Hessens noch bis Juni amtierende Milchkönigin Melanie Reuße (Guxhagen-Büchenwerra) vom Odenwald: „Hier fühle ich mich wie zu Hause“, sagte sie, die nie den weiten Weg vom heimischen Bauernhof ins südlichste Hessen gescheut hatte und sich dieser Region mittlerweile besonders verbunden fühlt – auch dank der Freunschaft zur „Kollegin“ Barbara und deren Prinzessin Melanie Haas.
Nach der Vorstellungsrunde für die tüchtigen Kräfte aus Küche und Service, die ein vortreffliches Team gebildet und ein stattlich-schmackhaftes Menü gezaubert hatten, klang die Lammwochen-Eröffnung mit einem starken Schmankerl aus: Edelbrenner Gerhard Fritz und Lebensgefährtin Heidi kredenzten hochprozentige Kostproben wie einen „Brand vom Schmucker-Bio-Pils“.
Die 17. Odenwälder Lammwochen laufen in 27 gastronomischen Betrieben der Region bis zum Sonntag, 25. April 2010. Die Lammwochen-Broschüre 2010 kann angefordert werden bei der
Odenwald Tourismus GmbH
Markplatz 1
64720 Michelstadt,
Telefon 06061 96597-0
Fax 06061 96597-20
E-Mail: tourismus@odenwald.de
Informationen im Internet: www.lammwochen.de
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